Über uns


Der Rabe kommt immer dann ins Spiel, wenn es mal wieder etwas zu erklären gibt, in dieser Rolle gefällt er sich am besten...

So, ich bin der Rabe. R-A-B-E. Rabe! Und ich sach euch mal was. Ohne mich läuft hier gar nichts. Denn ich bin der Erzähler. Da können sich diese beiden Kasperköpfe von Puppenspielern Geschichten ausdenken wie sie wollen. Wenn’s keinen gibt, der sie erzählt dann gibt’s auch keine Geschichten. So einfach ist das. ICH bin der Dreh-und Angelpunkt des Puppetto-Puppentheaters. Da können sich dieser Benjamin Bock und diese Christina Metzler auf den Kopf stellen. Ohne mich würden die aber ganz schön dumm aus der Wäsche gucken. Ganz kleine Lichter wären die dann, aber ganz kleine.

Aber jetzt will ich euch erstmal erzählen was das überhaupt für welche sind, die von sich behaupten sie wären hier die Puppenspieler und würden die Strippen ziehen.

Also, da ist zum einen dieser Benjamin, der hat ja erstmal was ganz anderes gemacht. Soll ich euch mal erzählen was der war, bevor das Puppentheater losging. Soll ich euch das mal erzählen?: ’n AKADEMIKER. Ja so einer war das und dann auch noch von der schlimmsten Sorte- Politik und Volkskunde. Ja, das hat der gemacht, an der Uni in Jena. Und dann hat der das Ganze auch noch mit Auszeichnung abgeschlossen und obendrein auch noch ein Buch veröffentlicht und wurde dann selber so einer von denen, na wie heißen die, na die die den Studenten alles beibringen. Ach ja Dozenten. Das war also sein Beruf.

Und in seiner Freizeit, da schepperte der da auf so nem Kasten mit 4 Saiten ein und machte nen Heidenlärm. Musik nennt der das. Und zu allem Überfluss hat er auch noch 3 Leute gefunden, die mit ihm Krach machen und die nennen sich dann: Jimmy Glitschy-der einarmige Karusselbremser. Näh- also wenn man das buchstabieren will, da wird man ja nie fertig. R-A-B-E- das ist was, das ist kurz,knackig und in seiner Einfachheit genial. Aber auf mich hört ja keiner. Soll’n sie doch machen. Und dann haben die eines Tages gedacht, oh Mann unsere „Musik“ ist so gut, die würden wir gerne auf ne Schallplatte pressen, damit wir sie uns immer wieder anhören können. Außerdem, dachten sie, gibt das in Jena so viele gute Bands, deren Musik man auch auf Schallplatte pressen müsste, damit man sie sich auch immer wieder anhören kann. Und da kamen der Mann der bei Jimmy Glitschy auf den sechssaitigen Kasten eindrischt, Marek heißt der, und unser Benjamin hier auf die Idee ein Plattenlabel zu gründen. Das hamse dann auch gemacht. FUZZMATAZZ records heißt das ganze Ding- noch so ein Buchstabiermonstrum. Aber egal. Die ham sich dann auf jeden Fall sehr gefreut, weil sie jetzt so ein tolles Hobby hatten. Aber hat das unserem Benjamin gereicht? Näh, hat’s natürlich nicht und da marschierte der doch schnurstracks zum Gewerbeamt und sachte: Ich will Plattenproduzent werden. Und das isser jetzt auch.

Aber jetzt zu der Anderen im Bunde. Die Christina. Na hört mir auf. Noch so eine, die erstmal lauter anderen Unsinn verzapft hat, bis sie endlich das Puppetto-Puppentheater gegründet hat.

Nach der Schule is sie erstmal nach Jena um Sozialwesen zu studieren. Na, das war doch schon mal ein Schritt in die richtige Richtung, so rein von der Lokation her mein ich. Aber näh, hat ihr nich gepasst und dann is sie nach nem halben Jahr wieder abgehauen. Bis nach Würzburg. So konnte das ja nix werden mit unserem Puppentheater. Da mussten wir erstmal noch ne ganze Weile warten. Weil das Fräulein Metzler ja erstmal Sonderpädagogik auf Lehramt studieren musste. Ganze 5 Jahre hat die das durchgezogen. Und da beim Studium hat sie dann auch noch ein Seminar belegt im Puppenbauen. Aber wer jetzt denkt, wir kommen der Sache schon näher, der hat sich aber gewaltig geschnitten.Da hattse zwar gemerkt, dass sie das richtig gut kann und ihr das auch noch ’nen Heidenspaß macht (das war sozusagen der Wink mit dem kompletten Zaun), aber hatses gerafft? Näh! Das sollte noch ’n paar Jahre dauern.

Erstmal hat sie lustig weiter studiert, bis sie dann irgendwann dachte, „das reicht mir hier irgendwie nicht, ich will viel, viel höher hinaus“ Und? Was hatse gemacht? Wurde sie eben Schornsteinfegerlehrling in Leipzig. Also glaubt man’s: Schornsteinfeger. Echt ma. Das hat aber auch gar nichts mit Puppen zu tun. War wahrscheinlich auch der Grund warum sie nach anderthalb Jahren, wieder weitergezogen ist, um noch nen besseren Beruf für sich zu finden. Und was hatse dann gemacht? Natürlich immer noch nichts mit Puppen. Näh, isse erstmal nach Erfurt und hatse sich erstmal ein dreirädriges Moped gekauft, mit dem sie Kaffee kochen konnte. Ja ich weiß, das klingt verrückt, aber das ist es ja letztendlich auch. Die Kaffeekiste heißt der Schlitten und die hatse bis heute noch.

So und wenn ihr dachtet, die sind ja beide für sich gesehen schon ganz schön eigenartig, dann wartet mal ab was ich euch jetzt erzähle: Die ham sich getroffen!! Genau. Die ham sich getroffen und ihre ganzen Spleens und verrückten Ideen zusammengeworfen, haben sich ein gemeinsames Laden-Werkstatt-Büro in Jena angemietet und da saßen sie dann den ganzen Tag. Benjamin in der einen Ecke und hat Schallplatten produziert und Christina in der anderen Ecke und hat Stofftiere genäht und Kaffee verkauft. Das machen die beiden übrigens bis heute.

Aber eines schicksalhaften Tages kam Christina auf die glorreiche und ,das muss man ihr jetzt echt mal lassen, mehr als geniale Idee, mal wieder eine Theaterpuppe zu bauen, so wie damals in dem Seminar. Und? Was hatse gebaut? Einen Raben. R-A-B-E-N.Womit wir endlich beim Happy End angekommen wären-der Rest ist unwichtig und sowieso auf all den anderen Seiten dieser Homepage nachzulesen. Ich mach mich vom Acker.